Seiteninhalt
Mérindol
(1.826 Einwohner)

Im 14. Jahrhundert durch Krieg und Seuchen entvölkert blühte der Ort in der Renaissancezeit durch die Zuwanderung von Waldensern aus den Alpen wieder auf.
Als „Ketzer“ wurden die Waldenser ab 1530 aufs neue verfolgt. Im Jahr 1545 wurden aufgrund des „Urteils über Mérindol“ mehrere Waldenserdörfer völlig zerstört und viele dieser friedfertigen Bauern grausam umgebracht.
Hoch auf dem Berg über Mérindol stehen heute noch Ruinen der ersten Ansiedlung. An den Überresten erinnern Schrifttafeln nicht nur an die waldensische Vergangenheit der gesamten Gegend, sondern auch an die bereits seit vielen Jahren bestehenden Verbindungen zu den deutschen Waldensern und hier insbesondere zum Waldensermuseum in Ötisheim-Schönenberg.
Von hier oben hat man einen herrlichen Ausblick auf das weite Tal der Durance. Das heutige Mérindol, das von Bauern und Siedlern geprägt wurde, liegt weiter unten im Tal der Durance.
www.merindol.fr