Termine

16.11.2019 (Samstag)

MVÖ e.V. Jubiläum -Konzert-

Erlentalhalle Ötisheim

16.11.2019 (Samstag)

125-jähriges Jubiläum Musikverein Ötisheim e.V.

Erlentalhalle Ötisheim

17.11.2019 (Sonntag)

Volkstrauertag -Kranzniederlegung- Gedenkfeier i.d.Ev.Kirche

11:00 Uhr, Gedenkfeier i.d. Ev. Kirche und gem. Kranzniederlegung am Gefallenen-Ehrenmal

22.11.2019 (Freitag)

"Märktle"-Handwerkskunst- Dt. Waldenservereinigung Schönenberg e.V.

Henri-Arnaud-Museum und Vereinsgelände Ötisheim-Schönenberg

24.11.2019 (Sonntag)

BOULE e.V. Winterturnier "Boulearena"

13:45 Uhr, Boulearena Ötisheim

Aktuelle Meldungen

Veranstaltung in Ötisheim zum Thema „Artenvielfalt fördern und bewahren“: Jeder kann etwas tun

„Die Situation ist dramatisch,“ sagt Thomas Köberle über das weltweite Aussterben der Tier- und Pflanzenarten. Jeder sei gefragt, wenn es darum geht, den Prozess aufzuhalten, betonte der Geschäftsführer des Landschaftserhaltungsverbandes Enzkreis und gab seinen Zuhörern in der Erlentalhalle praktische Tipps, wie sie im heimischen Garten Artenvielfalt fördern und bewahren können. Auch für öffentliche Grünflächen hat er Vorschläge parat.

Über 60 Gäste waren zum Vortrag im Vereinszimmer gekommen, so dass noch weitere Stühle aufgestellt werden mussten. „Das Thema interessiert uns alle“, stellte Andrea Maisel (SPD) fest, die als zweite stellvertretende Bürgermeisterin die Besucher begrüßte. Die Idee zu der Veranstaltung, zu der Gemeinderat, Gemeindeverwaltung, Naturfreunde Ötisheim und Obst- und Gartenbauverein Ötisheim eingeladen hatten, stammte von Gemeinderätin Ingrid Burger (BUN).

Der Enzkreis sei, was die Artenvielfalt betrifft, eine „Insel der Glückseligkeit“, betonte Thomas Köberle und redete damit das Problem keineswegs klein. Die Artenvielfalt in der Region führte er unter anderem auf die Realteilung zurück, die eine klein strukturierte Landschaft zur Folge hatte: „Jeder hat irgendwo ein Stückle.“

Auch die vier unterschiedlichen Naturräume Kraichgau, Stromberg, Heckengäu und Schwarzwald förderten die Artenvielfalt. Die Enz sei der artenreichste Fluss in Baden-Württemberg.

Köberle machte deutlich, dass der Artenverlust nicht neu ist. Seit 30 Jahren befasse sich die Uno mit dem Thema.  In der Wahrnehmung der Bevölkerung indes sei es erst vor etwa zwei Jahren angekommen.

80 bis 85 Prozent der Insektenbiomasse sind demnach bereits verloren, machte Köberle anhand eines Schaubilds deutlich, dass der Artenverlust in Relation zum Klimawandel bereits viel weiter fortgeschritten ist. Dabei komme den Insekten im Naturhaushalt eine tragende Rolle zu.

Die Klimaveränderung beschleunige den Prozess des Artenverlusts. „Heute Abend sterben 20 Arten aus“, so Köberle. In Deutschland gebe es 104 Arten an Säugetieren, 33305 Insektenarten, 9500 Pflanzen- und 14000 Pilzarten. Weltweit sei bereits ein Viertel aller Arten ausgestorben, führt Köberle als Gründe unter anderem die Vernichtung von Lebensräumen und den steigenden Energiebedarf auf.

Außerdem verdrängten invasive Arten die einheimischen Arten. So gebe es im Rhein nur noch ein Prozent einheimische Biomasse. Im Erlenbach vermisse er die Steinkrebse. Stattdessen sei der aus Amerika stammende Signalkrebs in den Bächen unterwegs.

Doch die Lage ist für ihn in der Region nicht hoffnungslos, führte er als positives Beispiel unter anderem die Wiesen im Schönenberger Tal auf. „Wenn jeder ein bisschen machen würde, wäre es ein Quantensprung im Artenschutz“, sagte Köberle und gab ganz konkrete Tipps wie die „kontrollierte Wildnis“. Das falle dem deutschen Gartenbesitzer schwer, räumt Köberle ein. Doch: „Das müssen wir lernen, das müssen wir aushalten“, plädiert er für „wilde Ecken“ im Garten. Die Brennnessel zum Beispiel seien für viele Insektenarten überlebenswichtig. Im Wildblumenbeet wachsen die Pflanzen, an die sich die Insekten angepasst haben.

Köberle schlug vor jetzt im Herbst auf das „Aufräumen“ des Gartens zu verzichten. Abgetrocknete Stängel seien voll mit überwinternden Insekten: „Ich rate dringend, die Stängel stehen zu lassen.“ Totholz, Trockenmauern, Steinhaufen, Teich und Nisthilfen gestalteten einen insektenfreundlichen Garten.

Auch bei der Gestaltung des öffentlichen Grüns müsse umgedacht werden. Statt Beeten mit nektar- und pollenlosen Zierpflanzen wäre es besser Staudenbeete anzulegen. Köberle: „Investitionen hat man schnell wieder drin.“ Als positive Beispiele nennt Köberle Mühlacker und Maulbronn.

Verwilderung zulassen, auf Pestizide verzichten, auf Vielfalt achten und heimische, standortgerechte Pflanzen verwenden, zählte er die wichtigsten Punkte auf und machet klar: „Die Voraussetzungen hier sind gut, wenn jeder etwas macht, wird es klappen.“ Das grundlegende „Zauberwort“ für ihn heißt an diesem Abend „Suffizienz“: „Weniger von allem, sorgfältiger mit allem umgehen.“

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Beschränkte Ausschreibung Sanierung Regenentlastungsanlagen RÜB 1 und RÜB Corres

Bekanntmachung eine Beschränkten Ausschreibung der Gemeinde Ötisheim nach VOB/A

Interessenten an der Ausscheibung wenden sich an

Güthler Ingenieure GmbH

Schaffhauser Str. 103

79761 Waldshut-Tiengen

Tel: +49 7741 6092-0

Fax: +49 7741 6092-20

E-Mail: info@guethler-ingenieure.de

Internet: www.guethler-ingenieure.de

 

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