Partnergemeinden

Seit 1994 besteht offiziell die Partnerschaft der Gemeinde Ötisheim mit den südfranzösischen Gemeinden Lauris, Lourmarin, Mérindol, Puget sur Durance und Puyvert. Die fünf Gemeinden liegen unweit von Avignon inmitten des Luberon-Gebirges im Département Vaucluse und sind rd. 800 km von Ötisheim entfernt.

Über die gemeinsame Geschichte der Waldenser lernte man sich kennen. In Mérindol befindet sich der Sitz der französischen Waldenservereinigung, der deutsche Sitz ist im Ortsteil Schönenberg. Die vier zu Mérindol benachbarten Gemeinden Lauris, Lourmarin, Puget sur Durance und Puyvert äußerten damals den Wunsch ebenfalls regelmäßige Beziehungen mit Ötisheim pflegen zu wollen. Die Partnerschaftsfeier fand vom 12.-15.05.1994 in Frankreich und vom 07.-10.10.1994 in Ötisheim statt, bei der jeweils die Partnerschaftsurkunde unterzeichnet wurde.

Vor der offiziellen Unterzeichnung der Partnerschaft verband die Gemeinden bereits freundschaftliche Bande. Besonders Herr Sarre aus Mérindol sowie die Waldenserforscherin und offizielle Patin der Partnerschaft Frau Natalie Hilgendorff haben zur Vertiefung dieser Freundschaften beigetragen.

Zusammen mit der Gemeinde kümmern sich ehrenamtlich Engagierte im Ötisheimer Partnerschaftskomitee um die Belange der Freundschaft. Vorsitzender des Komitees ist Herr Bürgermeister Henle.

Dem entsprechend gibt es in Frankreich den Verein „Les Amis d´Ötisheim“ mit Herrn André Rousset (Bürgermeister von Lauris) als Vorsitzenden. Trotz der großen Entfernung fanden in den letzten Jahren immer wieder herzliche Begegnungen statt.

Dabei konnten alte Kontakte aufgefrischt und neue geschlossen werden. Sogar am Straßenfest sind die Partnergemeinden mit einem Stand der Winzergenossenschaft Lauris vertreten. 

Unsere 5 Partnergemeinden im Profil

Lauris

Lauris

Gemeinde-Lauris

(3.143 Einwohner, 200 m über dem Meeresspiegel)

ist die größte der fünf Partnergemeinden und liegt am Fuße des Luberongebirges. Im Süden wird der Ort von dem Fluß Durance begrenzt.

Besonders sehenswert ist neben den kleinen Gässchen und den alten Waschplätzen der schöne freistehende schmiedeeiserne Glockenturm an der Spitze der Kirche.

Lourmarin

Lourmarin

Gemeinde-Lourmarin

(1.127 Einwohner, 230 m über dem Meeresspiegel)

liegt am Eingang der Schlucht durch das Luberongebirge.
Lourmarin gehört mit zu den schönsten Orten der Provence. Das schneckenförmig angelegte Dorf drängt sich mit seinen engen Gassen um den Felsen des „Castelas“. Wahrzeichen des Ortes ist das altehrwürdige Schloss aus der Renaissancezeit, das auch „Villa Medici de Provence“ genannt wird. Lourmarin war der letzte Wohnsitz des großen Schriftstellers Albert Camus und auch Henri Bosco wurde durch diesen Ort inspiriert.

Mérindol

Mérindol

Mérindol

(1.826 Einwohner)

ist ein hübsch gelegener Ort am Fuße des Luberon-Gebirges.
Im 14. Jahrhundert durch Krieg und Seuchen entvölkert blühte der Ort in der Renaissancezeit durch die Zuwanderung von Waldensern aus den Alpen wieder auf.
Als „Ketzer“ wurden die Waldenser ab 1530 aufs neue verfolgt. Im Jahr 1545 wurden aufgrund des „Urteils über Mérindol“ mehrere Waldenserdörfer völlig zerstört und viele dieser friedfertigen Bauern grausam umgebracht.
Hoch auf dem Berg über Mérindol stehen heute noch Ruinen der ersten Ansiedlung. An den Überresten erinnern Schrifttafeln nicht nur an die waldensische Vergangenheit der gesamten Gegend, sondern auch an die bereits seit vielen Jahren bestehenden Verbindungen zu den deutschen Waldensern und hier insbesondere zum Waldensermuseum in Ötisheim-Schönenberg.
Von hier oben hat man einen herrlichen Ausblick auf das weite Tal der Durance. Das heutige Mérindol, das von Bauern und Siedlern geprägt wurde, liegt weiter unten im Tal der Durance.

Puget sur Durance

Puget sur Durance

Puget sur Durance

(595 Einwohner)

liegt am Südhang des Luberongebirges
Der Reichtum des Ortes liegt in der Natur, die ihn umgibt. Sie ist ertragreich und von einem satten Grün.
Dort befindet sich mit

Puyvert

Puyvert

Gemeinde-Puyvert

(544 Einwohner)

ist die kleinste der fünf Partnergemeinden und liegt zwischen Lauris und Lourmarin.
Der Ort wurde im 15. Jahrhundert durch Heere Kaiser Karls V. vernichtet und 150 Jahre später durch sechs evangelische Familien wieder aufgebaut.